Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir hinunter nach Darjeeling und dann an der Bahnstrecke der Darjeeling-Bahn entlang. Die Schienen müssen öfters gequert werden, liegen aber nicht immer flach in der Strassendecke. Daher ist Vorsicht geboten, damit man nicht mit dem Vorderrad “einfädelt”. Später führt die Strasse durch Teeplantagen abwärts in das Tal des Great Rangeet Rivers. Unser Mittagessen nehmen wir in einem kleinen Lokal ein, es war sehr lecker, aber einiges war doch zu scharf für unsere Zungen.

Nach einem kleinen Verfahrer, erreichen wir die Grenze zu Sikkim. Dort dauert die Bearbeitung der Pässe und Einreisevisa für Sikkim auffällig lange und wir schwitzen bei 30° und hoher Luftfeuchtigkeit. Erst als Arthur, unser lokaler Reiseführer, ein paar Scheine über den Tisch schiebt, geht das Ganze voran.

Am Nachmittag gibt es eine weitere Teepause. Heute kommen auch die mitfahrenden Mechaniker zu Ehren: Bei Ennos Motorrad geht der Motor öfters ohne ersichtlichen Grund aus. Die Mechaniker helfen immer wieder weiter, am Abend im Hotel lösen sie das Problem dann dauerhaft.

Die letzten 20 km schraubt sich die Strasse bis auf 2000m ü.N.N. Es wird wieder angenehm kühl. Wir erreichen das Hotel Elgin in der Nähe des Kloster Pemayangtse. Es ist wieder im englischen Kolonialstil erbaut und die Bedienungen tragen eine auffällige Pagenkleidung. Vom Hotelpersonal werden wir wieder mit Schals begrüßt. Im herrlichen Garten des Hotels genießen wir das übliche Ankunftsbier. Von hier böte sich, wenn es denn nicht so diesig wäre, auch ein Blick auf das Massiv des 3. höchsten Bergs des Himalaya, den Kangchendzönga (8586m, auch: Kanchenjunga). Leider bleibt uns dieser Blick verwehrt.

Vor dem Abendessen unternehmen wir noch einen Spaziergang zum nahegelegenen Kloster und schauen uns die Gebetsfahnen bei einer der Stupas in der Nähe des Klosters an.

11.04.2010 - Einreise nach Sikkim

Letzte Aktualisierung 11.04.2018


Alle Bilder unterliegen
dem Copyright von
Jean-Marie Will