Im Jahr 2011 ging die Ausfahrt mal wieder in die Alpen und zwar vom 6. bis 10. Juli nach Livigno. Livigno liegt in einer zollfreien Zone, die zu Italien gehört, und die über den Passo di Foscagno von Bormio aus östlicher Richtung und vom Berninapass aus südlicher Richtung zu erreichen ist. Außerdem kann man Livigno aus der Schweiz durch den Munt-la-Schera Tunnel (mautpflichtig und einspurig, Durchfahrt im Wechselbetrieb) erreichen.

Bereits am 5. Juli haben ein paar unserer Damen sich auf den Weg nach Italien gemacht. Der Rest der Truppe folgte am 6. Juli. Rechts das morgendliche Treffen zur Abfahrt in Herrenberg-Gültstein.

Oben: Pause am Bodensee.

Die Anfahrt zog sich aufgrund eines kleinen Malheurs von Werner und dem dichten Verkehr am Bodensee und in Liechtenstein ziemlich lange hin. Das verleitete manche Mitfahrer wohl dazu, sich die Zeit mit kleinen Späßen, wie rechts zu sehen, zu vertreiben.

Endlich in den Alpen angekommen, gab es dann weitere Verzögerungen durch mehrere Baustellen und einen Viehtrieb. Trotzdem genossen wir noch den Blick auf den Morteratschgletscher am Aufstieg zum Berninapass.

Gegen 20 Uhr erreichten wir dann endlich das Hotel Galli in Livigno.

 

 

Am nächsten Morgen regnete es leider. Trotzdem ließ sich ein Teil der Truppe nicht abschrecken. Nachdem wir es im nass-kalten Wetter über den Albula- und Julierpass geschafft hatten, hatte der Wettergott ein Einsehen und sorgte für trockeneres Wetter am Nachmittag.

Das erlaubte uns noch eine herrliche Fahrt über den Malojapass bis kurz vor Chiavenna und wieder zurück. Bei der Auffahrt zum Malojapass konnte dann jeder die herrliche Strasse genießen und sein Motorrad laufen lassen.

An den Abenden genossen wir die gute Verpflegung im Hotel. Die italienischen Essensmengen mit 2 Hauptgerichten hat so manchen zunächst überrascht und die bestellten Portionen wurden von Tag zu Tag kleiner.

 

 

Am nächsten Tag blieb der Wettergott uns wohlgesonnen und wir starteten in 2 Gruppen zu einer Tour von mehr als 300 km Länge die Uli sich ausgedacht hatte. Nachdem sich bereits auf dem Weg über Passo D’Eir und Passo di Foscagno ein Top-Case selbständig gemacht hatte, war klar, dass es keine einfache Tour werden würde. Und prompt schickte Jean-Maries Navi seine Gruppe bei der Suche nach der Auffahrt zum Passo Torri di Fraele in kleinste Strässchen und zwang uns zu so manchem Wendemanöver. Aber schließlich war die Strasse gefunden und wir schraubten uns die mehr als 30 Spitzkehren nach oben. Erst als wir oben waren, wurde den Mitfahrern eröffnet, dass wir die gleiche Strecke wieder runter mussten.

Nach dieser Anstrengung ging die Route weiter nach Bormio und südlich über die SS38. Bei Grosio ging es dann wieder auf kleineren Strassen weiter auf den Passo della Foppa und nach Monno. In Edolo gab es dann endlich das verdiente Mittagessen.

Der nächste Abschnitt wurde landschaftlich sehr reizvoll. Bei Forno Allione verließen wir die SS42 und fuhren über den Passo del Vivione. Die Strasse war manchmal kaum breit genug für 2 Motorräder. Daher waren wir froh, dass praktisch kein Verkehr herrschte. Am Pass bot sich ein idyllischer Ausblick über grüne Weiden und einen kleinen See.

Die Abfahrt vom Vivione Richtung Darfo Boario Terme war teilweise sehr spektakulär. Die Strasse schlängelte sich eng am Felshang vorbei. Weiter unten führte sie dann durch das schluchtartige Valle Sponda. Wieder auf der SS42 angekommen ging es zurück nach Norden und in Edolo zum Aprica Pass und dann zurück über den Bernina nach Livigno.

 

 

Der letzte Tag vor Ort begann mit herrlichem Sonnenschein. Dies nutzten wir für das obligatorische Gruppenfoto vor dem Hotel.

Die 14 Tour-Teilnehmer (v.l.n.r.): Marco, Rainer, Antje, Richard, Angelica, Dirk, Jan, Petra, Werner, Babett, Barbara, Uli, Gerald, Jean-Marie.

Die Tagestour wurde je nach Gusto der Teilnehmer etwas zusammengestückelt.

Jean-Maries Truppe fuhr über den Aprica Pass nach Edolo zum Passo Tonale, durch ein kleines Seitental nach Pejo, zurück über den Tonale und über den Gavia Pass nach Bormio und Livigno.

Unten Bilder vom Gavia Pass.

 

 

Am nächsten Tag war schon wieder die Heimreise angesagt. Diesmal nahmen wir die Strecke durch den Munt-la-Schera Tunnel, über den Ofenpass und durchs Inn-Tal nach Landeck. Aufgrund einer Strassensperrung wurde die Rückfahrt auch länger als geplant und Jans mitgeführte Benzinreserve machte sich für Petra bezahlt.

 

 

 

Livigno 2011

Letzte Aktualisierung 01.11.2018


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Jean-Marie Will