Wir fahren sehr viele Touren, entweder zu zweit als Urlaubsfahrten oder Tagestouren bzw. Kurzurlaube mit dem S'Töff Treff. Oft bin ich dabei derjenige, der den Leitwolf spielen darf. Das Kartenlesen auf dem Motorrad ist aber umständlich und manchmal sogar gefährlich. Einmal wäre ich fast in ein Auto gekracht, da ich zu lange nach unten geschaut habe und der Vordermann abbremste, um abzubiegen.

Nachdem mobile Navigationsgeräte mittlerweile erschwinglich sind, habe ich mir für die Saison 2004 ein Garmin Streetpilot III zugelegt. Wir nutzten es sowohl im Auto als auch auf meinem Motorrad. Wenn man sich, wie bei jedem elektronischen Gerät, mal an die Eigenheiten gewöhnt hat, dann ist das eine super Angelegenheit. Ich bin damit vollends zufrieden. Im Juli 2004 durfte sich das Gerät in den Dolomiten bewähren. Ich hatte mehrere Tagestouren vorgeplant die wir danach abgefahren sind. Das hat alles perfekt funktioniert. Selbst wenn man keine Routen vorgeplant und aufs Gerät geladen hat, hat man immer noch den Vorteil, dass man jederzeit weiß wo man gerade ist. In jedem Fall sollte man trotzdem immer ein gute Papierkarte der Region dabei haben, um Ziele, Ausflüge und Rundtouren festlegen zu können. Viele gute Tipps zu Navigationsgeräten, ihrer praktischen Anwendung und ihren Stärken und Schwächen findet man übrigens im Naviboard.

Nebenstehend ein Bild, wie das Garmin bei mir anfänglich befestigt war. Da ich links bereits den Regler für die Griffheizung hatte, habe ich es rechts montiert. Da muss man zwar übergreifen, wenn man während der Fahrt was einstellen möchte, aber es geht ganz gut und man sollte das ja auch nicht übertreiben. Die Stromversorgung funktioniert über eine Steckdose die ich mir rechts in die Verkleidung gebaut habe, dort ist sie direkt nahe an der Batterie und ich kann sie auch zum Laden der Batterie über Winter nutzten. Die Sprachausgabe vom Garmin geht über das passende Headset in meinen Helm.

 

Inzwischen ist diese Halterung einer RAM-Mount Halterung auf dem Lenkkopf gewichen. Der Hauptgrund dafür war der Bruch des Metallwinkels auf dem die Halterung sitzt. Oberhalb der Befestigungsschrauben kam es zu einem Vibrationsbruch, der mich veranlasste nach einer anderen Lösung zu suchen.

Das das Gerät zeichnet (eine begrenzte Zahl) von tatsächlich gefahrenen Wegpunkten, inklusive Geschwindigkeits- und Höhenangabe auf. Daher kann man nach einer Tour die gefahrene Route wieder in der Karte einzeichnen lassen oder, so wie auf dem untenstehenden Bild, die Höhe über Meeresspiegel gegen die gefahrene Wegstrecke auftragen und damit ein Höhenprofil der Route erstellen. Reicht der Satellitenempfang nicht aus, um die Höheninformation zu errechnen (bei 4 oder weniger Satelliten) schaltet das Gerät auf 2D-Navigation (Position nur in der Ebene) und hält die Höhe auf dem vorigen Wert. Das führt zu den netten Sprüngen die man in dem Bild auch an einigen Stellen sieht, z.B. direkt nach dem Start.

 

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Letzte Aktualisierung 09.10.2017


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Jean-Marie Will